The State of the Internet
JESS3 / The State of The Internet from JESS3 on Vimeo.
Ich hätte ich die römisch-katholische Kirche niemals vergessen, aber zur Sicherheit habe ich im Jänner eine »Zahlungserinnerung« per Post erhalten.
Bitte überweisen Sie uns den offenen Betrag [von 95,64 €] mit dem beigefügten Zahlschein bis zum 15. Februar 2010. Wenn Sie diese Frist nicht einhalten können, dann teilen Sie uns dies bitte so schnell wie möglich mit.
Kein Dank für „die bisherigen Leistungen“, aber immerhim anonyme „freundliche Grüße“ und einen Hinweis auf den Sprechtag im nähesten Pfarrhof.
Warum ich die Kirche nicht vergesse? Deswegen:
Im Falter 05/2010 wird der Pfarrer aus Windischgarsten, Gerhard Maria Wagner zum Dolm der Woche gewählt: „Laut dem Pfarrer ist Haitis Voodoo-Kult Schuld am Erdbeben“ und „Im Jahr 2009 verzeichnete Wagner Linzer Diözese einen Rekordanstieg von Kirchenaustritten um 43,5 Prozent. Der Pfarrer spricht von nötiger Gesundschrumpfung.“
Zum Kirchenaustritt: Allgemein in Österreich (ORF.at) bzw. in der Steiermark (ORF.at). Aus dem Steiermark-Artikel: „Doch auch die Wirtschaftskrise spiele eine Rolle: Viele Menschen würden in finanziell schwierigen Zeiten beim Kirchenbeitrag sparen. [laut Georg Plank von der Diözese Graz-Seckau]“ Klar, nur die böse Wirtschaftskrise ist an den Kirchenaustritten schuld!
Ich muss zugeben, ich bin ob der unzähligen Möglichkeiten, meine hochinteressante Meinung unters Webvolk zu bringen, etwas überfordert, nein unentschlossen.
Mit Twitter, Facebook (und StudiVZ ein bisschen), Weblog, Google Reader Shared Items, del.icio.us und neuerdings Google Buzz stehen viele Möglichkeiten offen, Inhalte zu veröffentlichen. Mir stellt sich schon länger die Frage: Was wo schreiben, damit es alle, die es auch nur ein bisschen interessiert, auch lesen können? Oder sind die Überlegungen eh sinnlos, weil es eh Lifestream-Aggregatoren gibt? Oder sollte man Crosspostings auf allen Plattformen machen? Oder einfach so lange mitmachen, so lange ein Dienst »cool« ist?
Ich träume noch immer von einer Unified-Communication/Messaging-Lösung, mit der ich am Smartphone (und optional am Computer) alle Kommunikationskanäle gebündelt habe. Ich fürchte aber, das muss ich selbst machen – ich setz es mal auf meine ToDo-Liste, gleich nach „Welt verbessern“.
Die bevorstehende Super Bowl hat mich mal wieder auf dieses Video gebracht:
(not as seen on TV)
Nein, hier kommt keine Werbung für Handtaschen oder Umhängetaschen (vgl. Hangover: „Gibts die auch in hetero?“), sondern für die einzig wichtigen Taschen: solche für Smartphones!
Sofort nach der Bestellung meines Milestones habe ich auf Empfehlung eine Tasche bei Raedan.de bestellt – konkret ein Gin Splash mit allem Pipapo (also Microfleece-Inlay). Die erste Lieferung hat zwar etwas lange gedauert (gut, Weihnachten und Jahreswechsel waren dazwischen), aber die Tasche ist spitze. Nachdem die Schlaufe (ohne mein Verschulden) gerissen ist, wurde die Tasche auch prompt (innerhalb einer Woche) kostenlos (!) ausgetauscht. Also nochmal ein Lob an das Team von Raedan.de!
Pure Vernunft darf niemals siegen,
wir brauchen dringend neue Lügen,
die uns’re Schönheit uns erhalten,
uns aber tief im Inneren spalten.
Tocotronic – Pure Vernunft darf niemals siegen
Der vielleicht bisher klügste Satz (neben vielen, vielen Witze über Franzosen usw.) aus der absolut empfehlenswerten Serien »How I Met Your Mother«:
„I think for the most part, if you are really honest with yourselfabout what you want out of life, life gives it to you.“
Ich habe mich mal wieder (wie eh spätestens jedes Jahr) mit dem Design meines Weblogs beschäftigt, und es angepasst:
Also rechts jetzt mit Google Latitude, meinen Twitter-Einträgen (bisschen ein Sideblog) sowie den Linktipps aus delicious und dem Google Reader.
Was ändert sich, wenn man plötzlich ein supertolles (nein, das beste verfügbare!) Smartphone anstelle eines Handys besitzt? Das man sich mit einem Android an Google “bindet” möchte ich außen vor lassen, das ist erstens klar und zweitens stört es mich ja nicht. Sonst hätte ich mich nie bei Gmail anmelden dürfen, nie den Reader mit meinen RSS-Feeds füttern dürfen, etc.
Hauptsächlich finde ich es unheimlich praktisch, meine gesamte Kommunikation auf einem Gerät bündeln zu können. Nicht nur Telefonate und SMS, sondern eben auch die Kanäle im Internet, also E-Mail, Facebook, IM usw. Ich muss jetzt nicht meinen Laptop einschalten wenn ich jemandem eine E-Mail schreiben möchte, ich kann einfach mein Handy aufschieben und lostippen. Zugegebenermaßen kann ich komplexere Aufgaben nicht so bequem wie mit einem vollständigen PC durchführen, aber hey, ich könnte wenn ich wollte! In diesem Punkt ist für mich die physische Tastatur meines Milestones ein gewichtiger Vorteil, mit dem Tippen am Bildschirm kann ich mich nicht anfreunden.
Weiters kann ich immer und überall online sein, wenn ich es möchte. Damit kann ich mich wunderbar in den unsäglichen Zeiten des Wartens, die ich so hasse, unterhalten. Das würde vermutlich mit einem gewöhnlichen Handy auch funktionieren, bietet aber sicher nicht den Komfort der tollen Anwendungen und des großen Bildschirmes. So kann ich zum Beispiel, wie heute, neben der Zeitung beim Frühstück auch die neuesten Einträge im Google Reader lesen. Oder während des Neujahrskonzertes diesen Blogeintrag verfassen.
Außerdem ersetzt Google Maps (bald sicher auch offiziell in Europa) ein Navigationsgerät, meine Besserwisserei kann ich mit Fakten aus der Wikipedia unterstützen, ich kann von meinem Standort aus Points of Interest suchen, eine Kamera ist dabei, …
Es läuft offensichtlich auf Multitasking hinaus, man könnte es auch ständige Ablenkung nennen. Aber genau das ist das richtige für mich! Die Phase des Herumspielens mit der Technik ist auch noch nicht vorbei und insgesamt ist bei der Software noch unheimlich viel Potenzial vorhanden. Ich bin begeistert vom Gerät und der Software und kann es eigentlich nur jedem ähnlich internet- und technikaffinen Menschen (nennt man uns Digital Natives?) empfehlen.
Es ist definitiv cooler als ein iDon’t-MP3-Player mit Telefonfunktion!
Dieser Post wurde natürlich vom Milestone aus verfasst, mit der Applikation “wpToGo”.