Die österreichische Innenministerin Maria Fekter (ÖVP) fordert, dass Zivildiener ihre Krankenstände, die länger als 3 (!) Tage dauern einarbeiten müssen, auch wenn die Krankenstände berechtigt und bestätigt sind; Artikel im Standard und in der Presse.
Der steirische Landeshauptmann-Stellvertreter Hermann Schützenhöfer spricht sich gegen Minarette in Österreich und für Kreuze in Schuklassen aus; Artikel in der Kleinen Zeitung.
Als ehemaliger Zivildiener, Atheist (oder andere Bezeichnung, wie von Rudolf Burger präferiert) und liberaler Mensch möchte ich meine Ablehnung gegenüber beiden Vorhaben bzw. Aussagen anbringen.
Warum? Weil das hier mein Blog ist; aber andere Meinungen sind natürlich willkommen.
Wenn man als Politiker in der ÖVP (Österreichische Volkspartei) etwas erreichen möchte bzw. ein hohes Amt ausüben möchte muss man anscheinend an der Universität für Bodenkultur (BOKU) in Wien studieren. Eine schnell erstellte (und sicher unvollständige) Liste aktueller und früherer ÖVP-Politiker mit Abschluss an der BOKU:
- Leopold Figl (Bundeskanzler 1945–1953)
- Karl Schleinzer (Verteidigungsminister und Landwirtschaftsminister in dern 60ern)
- Josef Riegler (Landwirtschaftsminister 1987–1989, Vizekanzler)
- Franz Fischler (Landwirtschaftsminister und EU-Kommissar in den 90ern)
- Erwin Pröll (Landeshauptmann in NÖ seit 1992)
- Josef Pröll (Landwirtschaftsminister, Finanzminister, Vizekanzler in den 2000ern)
- Nikolaus Berlakovich (Landwirtschaftsminister seit 2008)
- Fritz Kaltenegger (Generalsekretär ÖVP seit 2008)
Ich sollte mir das mit dem Studium vielleicht noch gut überlegen ;-)
Weihnachten – ein Fest der Freude. Leider wird dabei zu wenig gelacht.
(Jean-Paul Sartre)
In diesem Sinne wünsche ich allen schöne Feiertage, was auch immer jeder Einzelne feiert oder nicht feiert.
Ich habe es getan, ich glaube zum ersten Mal überhaupt habe ich für eine an sich „freie Sache“ im Internet gespendet, obwohl ich gar nicht müsste, natürlich für Wikipedia!

Wikipedia weiß alles! ;-)
Der nächste Teil aus meiner Reihe »Was passiert eigentlich … beim Kirchenaustritt?« behandelt die Briefe zum Kirchenbeitrag nach dem Austritt.
Ungefährt 4 Monate nach meinem Kirchenaustritt (08.06.2009) habe ich wieder Mal einen Brief von der Kirchenbeitragsorganisation erhalten. Sieht diesmal irgendwie anders aus, leidiglich schwarz auf weiß, ansonsten in Farbe mit Werbebanner. Auf jeden Fall hat sich mein Kirchenbeitrag für 2009 durch meinen vorzeitigen Austritt reduziert und beträgt nur noch 65,64 €, und ingesamt (inkl. 2008) 95,64 €.
Für alles, womit Sie die katholische Kirche bisher unterstützt haben, bedanken wir uns sehr herzlich und wünschen Ihnen alles Gute auf Ihrem weiteren Lebenswerg!
PS: Ein Austritt muss nichts Endgültiges sein. Wir würden uns freuen, wenn auch Sie wieder eines Tages zur Gemeinschaft der Kirche zurückfinden könnten.
Wie auch immer, im Oktober 2009 war ich ja ganz woanders und konnte leider nicht reagieren. Aber Organisationen, denen man Geld „schuldet“ sind hartnäckig und einen Monat später (mittlerweile November 2009) habe ich wieder einen Brief – diesmal im gewohnten Design – bekommen.
Der Inhalt entspricht natürlich ungefähr dem vorigen Brief, aber mit Hinweis auf die „schwierigen Zeiten“, die steuerliche Absetzbarkeit des Kirchenbeitrages und Wünsche für ein „gesegnetes Weihnachtsfest“. Bisher also noch kein Wort von Mahnung o.ä., der Ton ist immer ausgesprochen freundlich. Eigentlich fast ein bisschen gemein von mir, einfach nicht zu antworten … fast.
Nachdem ich während meines Kalifornien-Urlaubes schon jede Ausgabe des Time Magazine gekauft und gelesen habe habe ich mich damals über die spottbilligen Abopreise (aktuell 92 % günstiger als der Kauf der Einzelausgaben) gewundert. (Mögliche Erklärung, die ich irgendwo aufgeschnappt habe: Die Abonenntenzahlen bestimmen die Preise für Anzeigen im Magazin).
Wie auch immer, auch in Österreich kann man ein sensationell günstiges Angebot beziehen: 81 Ausgaben für 49,95 €, das macht 86 % Ersparnis gegenüber den Einzelausgaben. Obendrauf gibts eine ganz tolle Tasche als Werbegeschenk. Die erste Ausgabe war übrigens pünktlich zwei Wochen nach Bestellung im Briefkasten.
Also: Wer ein bisschen auf amerikanischen Qualitätsjournalismus steht, kann bei so einem Angebot nur zuschlagen.
Wie oft hab ich mir schon gedacht: „Verdammt, dieser Text ist interessant, aber dermaßen schlecht auf dieser Webseite zu lesen“. Die Lösung: Readibility! Schnell auf das perfekte Schriftbild konfiguriert, einmal das Bookmarklet in die Bookmark Toolbar des Firefox gezogen und fortan jeden Artikel genießen können! (gefunden beim 2-Blog)
„Und laut der jüngsten Integrationsstudie des Innenministeriums halten 68 Prozent die Moralvorstellungen des Islam für überkommen und altmodisch; […]“
Zitat aus Der Presse vom 01.12.2009, Titelseite, Artikel »Wer fürchtet sich vor dem Minarett?«.
Das gleiche könnte ich über die vorherrschende Religion in Österreich auch sagen …