Ingenieurtitel beantragt
Gerade fällt mir auf, dass ich hier gar keine Kategorie „Arbeit“ führe. Nunja, bisher gab es auch nicht viel darüber zu schreiben; außerdem ists bald wieder vorbei. Aber: Die mittlerweile über drei Jahre im Angestelltenverhältnis haben es mir ermöglicht, die »Standesbezeichnung Ingenieur« zu beantragen.
Die Informationen dazu (siehe oben, aber auch bei HELP.gv.at) sind insgesamt sehr kompakt, aber ausreichend informativ. Die erforderlichen Unterlagen sind dort aufgelistet, den „Nachweis der Praxis bei unselbstständiger Erwerbstätigkeit“ finde ich auch verständlich und notwendig. Ich gehe aber davon aus, dass der Staat sämtliche andere erforderliche Informationen von mir bereits gespeichert hat: Geburtsurkunde, Reifeprüfungszeugnis und Nachweis über den abgeleisteten Zivildienst. Weiters werden diese Dokumente nur im Original oder in beglaubigter Abschrift zugelassen. Wird es dem angehenden Ingenieur etwa zugetraut, eine Kopie anzufertigen, die nicht den Tatsachen entspricht? Dadurch, dass ich solche Dokumente nur ungern aus der Hand gebe und außerdem noch bald immatrikulieren werde, habe ich zum allerersten Mal einen Notar aufgesucht und eine Kopie meiner Dokumente anfertigen lassen.
Das Antragsformular selbst ist weder in PDF-Form noch als Microsoft-Word-Datei ein am Computer ausfüllbares Formular und somit eigentlich eine Zumutung an Benutzungsfreundlichkeit. Der Titel Die Standesbezeichnung ist mir diese unsäglichen Mühen und Kosten (Beglaubigte Kopie, Einschreiben, Antragsgebühr, extra Gebühren pro Beilage, Ingenieursurkunde, Bundesverwaltungsabgabe) jedoch wert, und ich warte schon sehnsüchtig auf die Urkunde :-)
