11.08.2009 // Medien

Generation Krise – oder so

Die Kleine Zeitung schreibt in der Ausgabe vom 11.08.2009 als Titelgeschichte von der „Generation Krise“ (ganzer Artikel online: Eine Generation in der Krise, die Übersicht der ganzen Serie: Generation Krise). Nachdem offensichtlich auch ich damit gemeint bin (laut Artikel „18 bis 30 Jahre“) möchte ich meine Gedanken dazu veröffentlichen.

 

„Ihr Fehler: Zur falschen Zeit mit Engagement in die Arbeitswelt zu drängen.“

Sowas aber Unverantwortliches aber auch, gerade jetzt in die Arbeitswelt einsteigen zu wollen, wo doch die blöde Wirtschaftskrise da ist. (Welche fiese „Generation“ hat die Krise eigentlich verursacht?)

 

„‚Es gibt Rechnungsmodelle, wonach die Staatsschulden in wenigen Jahren 80 Prozent des BIP ausmachen könnten.‘ Schulden belasten.“

Vielleicht schläft der LandwirtschaftsministerFinanzminister deswegen schlecht, aber was kümmern mich direkt die Staatsschulden?

 

„Laut einer Umfrage des Marktforschungsinstitutes ›tfactory‹ hätten die 20- bis 29-Jährigen im Schnitt um 50 Euro weniger im Geldbörsel.“

Es stellt sich mir die Frage: Weniger als wer oder was? Wenn ich mich mit mir selbst vor zwei Jahren vergleiche: Mehr als 50 Euro mehr als damals.

 

„Was sie kaum interessiert, sind klassische Institutionen: Parteien, Gewerkschaften, Religionsgemeinschaften.“

Endlich einmal ein Satz den ich auch unterschreiben kann, weiter so!

 

Jeder Passant auf der Straße meint eine Ahnung von »der Jugend« zu haben, (auch wenn er sein erstes Bier noch in Kronen bezahlt hat ;-)), wie in der Video-Umfrage zu sehen: „Was glauben sie dass heute 17- bis 30-Jährige für Träume haben, für Erwartungen in die Zukunft“ – „Träume haben die gar keine“.

Sehr interessant die »neuen Krankheiten der 17- bis 30-Jährigen«: Absurde Abnützungserscheinungen wie der »SMS-Daumen«, der »Handy-Ellbogen«, der »Nintentdo-Nacken«, die »Nintendinitis« und die »Wiiitis« zeigen deutlich was diese Jugendlichen heutzutage im Kopf haben: Handys und Spiele! Die sollen mal was arbeiten!

Zusammenfassend kann ich sagen: Wirklich erheiternd was über meine Generation gedacht und publiziert wird. Ich freue mich schon auf die weiteren Teile der Serie und hoffentlich irgendjemand über meine Kommentare dazu.

Kommentare

  1. Bernhard // 2009-08-12  // Permalink

    Nicht von schlechten Eltern was sich die Kleine Zeitung da leistet, hab hier zum ersten Mal davon gelesen.

    Ich frag mich ja was der Artikel bezwecken soll und kann mich deinen Anmerkungen nur anschließen ;)