18.08.2009 // Kirche

Post vom Bischof

Etwa zwei Wochen nach meinem Kirchenaustritt habe ich einen Brief von Seiner Exzellenz, Diözesanbischof Dr. jur. Egon Kapellari bekommen. (Seine Grußzeile: „Mit besten Grüßen und Segenswünschen“, Begrüßungszeile zum Glück nicht „Grüß Gott!“)

„Mit großem Bedauern habe ich von der zuständigen staatlichen Verwaltungsbehörde die Mitteilung erhalten, dass Sie Ihren Austritt aus der Katholischen Kirchen erklärt haben. Selbstverständlich respektiere ich Ihre freie Entscheidung. Ich halte es aber für notwendig, Ihnen diesen Brief zu schreiben.“

„Das Dialog-Center unserer Diözese wird sich in meinem Auftrag bemühen, einen Kontakt herzustellen.“

Muss ich jetzt auch noch mit unerwünschten Anrufen rechnen?

Bis zum 01.10.2009 habe ich die Möglichkeit meine Entscheidung zurückzunehmen und die Kirche würde wohl so tun als wäre nie etwas gewesen. Ansonsten müsse man meinen Austritt auch im Taufbuch eintragen. Jedoch wird unter keinen Umständen die Taufe ungültig gemacht!

Anbei liegt noch eine Seite „Der Kirchenaustritt und seine Folgen“ sowieso auf deren Rückseite die „Erklärung des WIDERRUFES des Austrittes aus der Katholischen Kirche“, sicher ist sicher. Kurzer Check welche Rechte ich laut Diözese durch meinen Kirchenaustritt verliere: Empfang der Sakramente, Übernahme des Patenamtes, Übernahme von Funktionen und Diensten in kirchlichen Einrichtungen sowieso das Recht auf ein kirchliches Begräbnis. Glück gehabt, Fegefeuer oder Hölle wird in keinem Wort erwähnt.

Der Bischof erwähnt noch dass er leider nicht jeden Brief (der an alle Katholiken die Ihren Austritt erklären ergeht) angesicht der (wohl stetig steigenden) Anzahl händisch unterschreiben kann. Er verspricht aber auf jede Antwort eine individuelle Rückantwort. Ich denke das werde ich noch in Anspruch nehmen, sehr freundlich!

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